Reproduktionsmedizin

Die zentrale Bedeutung in der Reproduktionsmedizin ist, die Stute tragend zu bekommen und die Geburt eines gesunden Fohlens im darauf folgenden Jahr.

Um dieses Ziel zu erreichen, führen wir zunächst eine gynäkologische Untersuchung einschließlich Ultraschall durch und entnehmen einen Cervixtupfer, der bakteriologisch und mykologisch untersucht wird. Die Besamung führen wir so zeitnah wie möglich an der Ovulation durch, damit das Sperma so frisch wie möglich auf die Eizelle trifft.

Stuten, die mit Tiefgefriersperma besamt werden sollen, nehmen wir stationär in unserer Praxis auf.

Das Management von Problemstuten spielt in unserer Praxis eine große Rolle. Bei diesen Stuten können wir neben den Tupferproben auch zytologische Proben und Biopsien der Gebärmutter entnehmen. Auch eine endoskopische Untersuchung der Gebärmutter ist möglich.

Häufig ist auch eine besamungsinduzierte Endometritis die Ursache dafür, dass die Stute nicht tragend wird. In diesen Fällen füllt sich die Gebärmutter infolge der Besamung mit Flüssigkeit und der Embryo kann sich in der Gebärmutter nicht einnisten. Diese Stuten untersuchen wir in regelmäßigen Abständen nach der Besamung mittels Ultraschall und können medikamentös und mit Hilfe von Spülungen der Endometritis entgegenwirken.

Die Besamungen können auf Wunsch auch unter endoskopischer Kontrolle bis an die Papille in der Uterushornspitze durchgeführt werden.

Das Monitoring der tragenden Stuten umfasst die Beratung und Durchführung von Impfungen (Herpes, Influenza, Tetanus), Entwurmungen und vor allem die Untersuchung auf Zwillingsträchtigkeit mittels Ultraschall. Dazu steht auch ein hochauflösendes Ultraschallgerät mit Dopplerfunktion zu Verfügung.