Kaufuntersuchung

Im Rahmen der Kaufuntersuchung wird der aktuelle Gesundheitszustand des Pferdes erfasst. Es handelt sich somit um eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Untersuchung und nicht um eine „vorausschauende“ Bewertung des Pferdes.

Grundlage der Kaufuntersuchung ist eine standardisierte klinische und röntgenologische Untersuchung.

Die röntgenologische Standarduntersuchung umfasst 10 Röntgenaufnahmen. 4 x Zehe seitlich (90°); 2 x Oxspring der Vorderbeine (Hufrolle); jeweils 2 Aufnahmen der Sprunggelenke (45° -70° und 90° -115°).

Die Röntgenbefunde werden anhand des Röntgenleitfadens in Röntgenklassen eingestuft. Dabei werden 4 Röntgenklassen unterschieden. Die Röntgenklasse 1 beschreibt den Idealzustand, die Röntgenklasse 2 den Normzustand, die Röntgenklasse 3 den Akzeptanzzustand und die Röntgenklasse 4 den Risikobereich.

Der Untersuchungsrahmen wird durch den Auftraggeber vor der Untersuchung festgelegt und kann aufgrund von auftretenden Fragestellungen während der Untersuchung erweitert werden. Folgende weitere Untersuchungen sind möglich:

  • Endoskopische Untersuchung (Atemwege, Magen, Uterus)
  • Ultraschalluntersuchungen (Bänder, Sehnen, Gelenke)
  • Blutentnahmen zur Einlagerung für 6 Monate oder sofortige Dopinganalyse
  • Blutuntersuchungen ( Allergietest, Organprofile, endokrinologische Untersuchungen)
  • Weitere Röntgenaufnahmen: Knie, Rücken, Tarsus 0°; Skyline, weitere Spezialaufnahmen

Bei der Untersuchung ist es notwendig, dass der Equidenpass vorliegt, um das Pferd genau zu identifizieren.